Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion erlebbar machen
Der abwechslungsreiche Fotorückblick auf die vergangenen sechs Jahre der Funktionsperiode zeigte, wie engagiert der Wimsbacher Bauerbund-Vorstand für die Landwirtschaft und die Präsentation ihrer Produkte arbeitet.
Bezirksbauernbund-Obmann Leopold Keferböck leitete die Wahl. In seinen Grußworten machte er deutlich:
„Danke für euren Einsatz und eure Arbeit. Nur so wird deutlich, welchen Beitrag die Landwirtschaft für die Gesellschaft leistet. Wie wir Lebensmittel produzieren, müssen die Konsumentinnen und Konsumenten auch erleben, damit die hohe heimische Qualität im Einkaufswagerl landet und wir ein Einkommen erzielen!“
Zu den Aktivitäten zählten Mostkosten, Feldmessen mit Frühschoppen, gesunde Jause im Kindergarten und der Volksschule, Ferienaktionen am Bauernhof, Standerl beim Wimsbacher Genussmarkt für den sozialen Zweck, (Bildungs)Ausflüge für die Mitglieder und einiges mehr.
„Bei allem – egal ob Mostkost oder Verköstigung nach unserer Maiandacht – legen wir Wert auf regionale Produkte und kennzeichnen auch deutlich, woher diese kommen. Für mich ist auch selbstverständlich, dass diese saisonal passen“, betonte Ortsbäuerin Martina Spitzbart, die auf ihrem Hof unter anderem Gänse, Weihnachtskekse und Backwaren direkt vermarktet.
Bauernbund-Obmann Andreas Austaller - er führt einen Ackerbaue- und Schweinemastbetrieb im Nebenerwerb und bietet auch Lohntätigkeiten wie wickeln, dreschen an - bedankte sich für die Unterstützung seines Teams, mit dem er 2020 erstmals angetreten ist.
„Es freut mich sehr, dass die meisten wieder mit dabei sind und wir als Team aus erfahrenen und frischen Kräften wieder die Wimsbacher Bäuerinnen und Bauern vertreten. Im Jänner 2027 stehen die Landwirtschaftskammer-Wahlen. Darauf bereiten wir uns als Bauernbund gut vor!“, so Andreas Austaller.
Alle Mitglieder des Bauernbundvorstands wurden einstimmig gewählt.
BB-Obmann: Andreas Austaller
BB-Obmann-Stv.: Hannes Schobesberger
BB-Schriftführer: Raphael Waldl
BB-Kassier: Magdalena Kettl (neu)
Jungbauernvertreter: Hannes Hartner und Marco Laßnig (neu)
Altbauernvertreter: Josef Kastenhuber
Ortsbäuerin: Martina Spitzbart
Ortsbäuerin-Stv.: Maria Austaller
Die zahlreich anwesenden Ehrengäste - unter ihnen Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger, Bezirksobmann des Bauernbundes und der Landwirtschaftskammer Leopold Keferböck, Bezirksbäuerin-Stellvertreterin Gisela Weiss, Bgm. Erwin Stürzlinger, Vzbgm. Hannes Ziegelböck, ÖR Anita Straßmayr - gratulierten dem neuen Vorstand sehr herzlich.
Bürgermeister Erwin Stürzlinger hob den sehr guten Austausch mit der Bauernschaft im Ort hervor.
“Die kürzlich im Gemeinderat beschlossene AGRI-PV-Strategie ist ein gutes Beispiel, wie wir miteinander arbeiten und was daraus gemeinsam entsteht!”, so Bürgermeister Stürzlinger.
„Von der Gemeinde in die EU: das schafft nur der Bauernbund!“
In seinem Referat zeigte Bezirksparteiobmann Abg.z.NR Bgm. Klaus Lindinger auf, wie wichtig es ist, in beschließenden Gremien – Gemeinderat, Landtag, Nationalrat und EU-Parlament – bäuerliche Vertreter:innen zu haben.
„Wer die Herausforderungen vom eigenen landwirtschaftlichen Betrieb kennt, kann die anstehenden Themen auch ansprechen, einbringen und vertreten. Gleichzeitig betone ich: Es braucht dazu immer Mehrheiten – also 50 % plus eine Stimme! Daher investieren wir als Bauernbund viel Arbeit in Hintergrundgespräche, Überzeugungsarbeit und faktenbasierte Information. Nur wenn wir andere Fraktionen auf unserem Weg mitnehmen können, werden entsprechende Rahmenbedingungen gestaltet. Die Politik kann keine Marktpreise machen! Aktuell starteten wir als Bauernbund die Petition ‚Schleuderpreise stoppen‘. Damit zeigen wir auf, dass ‚1+1-Gratis‘ oder ‚Nimm 3 zahl 2‘-Aktionen unsere hochqualitativen Lebensmittel entwerten. Die Bäuerinnen und Bauern haben einen fairen Anteil an der Wertschöpfung verdient!“, erklärte Klaus Lindinger, der auch darauf hinwies, dass durchschnittlich in jedem österreichischen Haushalt Lebensmittel im Wert von 800 Euro pro Jahr weggeworfen werden. „Hier könnte bares Geld und auch Ressourcen gespart werden.“
Daher braucht es noch mehr Bewusstseinsbildung bei den Konsumentinnen und Konsumenten für regionale, saisonale Lebensmittel sowie die Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie. Bei der Gemeinschaftsverpflegung ist diese bereits für die Grundzutaten Milch, Eier und Fleisch in verarbeiteten Produkten Pflicht.
„Es soll klar sein, was ist in Österreich unter höchsten Standards produziert worden ist und daher einen besonderen Wert hat!“, so Lindinger.
Danke an ehemalige Vorstandsmitglieder
Aus dem Bauernbund-Team haben sich die frühere Ortsbäuerin-Stellvertreterin Marisa Schmid, Bauernbund-Obmann-Stellvertreter Stefan Haslinger und Beirätin Michaela Haslinger zurückgezogen. Mit einem wertschätzenden Dankeschön und regionalen Genusskörberln dankten BB-Obmann Andreas Austaller und Ortsbäuerin Martina Spitzbart den scheidenden Funktionär:innen.




