Zwischenbilanz zu den PV-Anlagen

Seit Mai 2013 bzw. seit April 2016 verrichten auf zwei gemeindeeigenen Objekten Tag für Tag Photovoltaik-Anlagen ihre Arbeit. Über den Köpfen der Kinder in der Volksschule bzw. im Kindergarten wird so in Bad Wimsbach-Neydharting wertvoller Strom gewonnen. Nehmen wir einmal die Sonnenkraftwerke etwas genauer unter die Lupe!

Photovoltaik-Anlage auf der Volksschule hat sich bereits 2019 amortisiert

Beim PV-System auf unserer Volksschule mit 15,3 kWp Spitzenleistung handelt es sich um eine sogenannte Volleinspeise-Anlage. Das heißt, dass die gesamte Energie – im Jahr 2019 waren das zum Beispiel 15.950 Kilowattstunden (kWh) – über einen eigenen Zähler ins Stromnetz eingespeist wird und die Marktgemeinde Bad Wimsbach-Neydharting eine Vergütung dafür bekommt. Die Investitionskosten waren 2013 mit EUR 29.536 für eine Anlage in dieser Größenordnung noch vergleichsweise hoch, allerdings wurde auch ein sehr attraktiver Einspeisetarif von 29,6 ct pro kWh über 13 Jahre garantiert. Die Wirtschaftlichkeitsberechnung zeigt, dass sich die Investition bereits im Jahr 2019 amortisiert hat. Jede Kilowattstunde, die also jetzt eingespeist wird, spült der Marktgemeinde bares Geld in die Kasse. Die Einnahmen werden wieder in erneuerbare Energie-Projekte gesteckt. Bis 2026 wird die PV-Anlage der Marktgemeinde so einen Gewinn von etwa EUR 30.000 einbringen. Da dann auch der Einspeisetarif ausläuft, wird die Energie anschließend für den Eigenverbrauch der Volksschule verwendet werden.

Mehr als die Hälfte des produzierten Stroms im Kindergarten verbraucht

Bei der 2016 auf dem Dach des Kindergartens errichteten, mit 4,16 kWp Spitzenleistung deutlich kleineren Solaranlage, handelt es sich um eine Eigenverbrauchsanlage. Das heißt, dass die erzeugte Energie direkt im Kindergarten für die Versorgung der elektrischen Verbraucher genutzt wird.
Nur die überschüssige Energie wird ins Stromnetz eingespeist, wofür es dann eine – deutlich niedrigere – Vergütung gibt. Die Süd-Ost- und Süd-West-Ausrichtungen der Solarmodule bewirken eine sehr gute Eigenverbrauchsquote von über 50 %, weil mehr Energie am Morgen sowie am Nachmittag zur Verfügung steht. Von der erzeugten Sonnenenergie – im Jahr 2019 beispielsweise 4.495 kWh – wird also mehr als die Hälfte direkt im Kindergarten verbraucht. Ein zusätzlich installierter Energie-Zähler erlaubt, dass nicht nur die Produktionsdaten, sondern auch die Verbrauchsdaten im Kindergarten zur Verfügung stehen.

Beide Anlagen zeigen deutlich, wie ökologisch und ökonomisch eine Investition in Photovoltaik-Anlagen ist!

Sonnenstrom-Kraftwerk
Mehr als die Hälfte des Strombedarfes produziert der Kindergarten selber am Dach!